Die ersten Tage auf der Insel…


waren einfach super. So wie der ganze Urlaub!

Am Tag bevor wir in Island ankamen, gab es eine etwas unschoene Situation. Patrick und ich hatten uns mit Markus und Marina, einem Paerchen aus Umstadt, angefreundet und beschlossen die ersten Tage mit ihnen gemeinsam zu fahren. Markus hatte eine nagelneue R1200GS ( er geniesst jedoch bei uns einen Sonderstatus, da er wirklich toughe Strecken und mehrere Fluesse damit befahren hat, daher ist das Touratech-Zeug voellig legitim! ) und war sich bzgl. der Furten noch etwas unsicher. Wir sassen unten in der „Kantine“ des Schiffes und planten unsere Route (Ha, wenn wir gewusst haetten. In Island plant man nur nach dem Wetter, sonst nach nix), als wir kurz in die Kabinen gingen um noch weiteres Kartenmaterial zu holen. Marina blieb sitzen und erzaehlte uns, als wir wieder da waren, das ein Paerchen aus Berlin, welches mit F650 BMWs (ohne Sonderstatus, typische BMW-Fahrer!) unterwegs war, ihr erzaehlt hatten, das Patrick und ich ja voellig verrueckt seinen mit so alten Maschinen und dann soo lange zu fahren, und wir wuerden ja nach 2 Wochen zurueckfahren, weil die Moppeds kaputt seien und so weiter. Ins Gesicht gesagt haben sie uns das jedoch nicht, und kurz vor dem Ausschiffen waren sie auch total freundlich zu mir und haben so getan als ob nie was gewesen waere… Solche Leute mag ich ja besonders 😉

Wir kamen bei etwas diesigem Wetter an. Morgens war alles noch sehr nebelig und duester. Als wir dann in den Fjord einfuhren in dem Seydisfjoerdur liegt, war der Nebel jedoch innerhalb weniger Sekunden verschwunden und gab den Blick auf eine atemberaubende Kulisse frei:

Wir begaben uns runter zu den Moppeds und packten unsere Sachen auf die Moppeds. Am Abend vorher hatten wir uns noch mit einem Islaender und seiner Frau unterhalten. Sie waren zum Motorradurlaub in Daenemark, Norwegen und Deutschland gewesen, Leider wollte deren Maschine partout nicht anspringen. Wir versuchten es mit schieben, aber auch da passierte nichts.

Ich sah ihm ein wenig ueber die Schulter und sah, das er ohne Choke Gas gab, was die alten Suzuki Motoren gar nicht moegen. Also fix den Choke rein, und ohne Gas sprang das Mopped dann sofort an. Mit alten Suzuki GSX Motoren werd ich so grad noch fertig 😉

Als wir aus dem Schiff rauswaren, drangelten wir uns ein wenig an den Autos vorbei und nach vorne zu den Zoellnern. Was folgte war die haerteste Zollkontrolle die ich je erlebt habe:

Zoellner:“How long will your stay in Iceland? Ich:“4 Weeks“ Zoellner:“Do you have anything to declare?“ Ich: „No“

Zoellner: „Have a nice Trip!“

Das wars 😀 Ich hatte nichtmal den Helm abnehmen muessen. Wir haetten sonstwas ins Land schmuggeln koennen 😉 Und ich habe mir im Vorfeld noch Gedanken gemacht, weil man keine Salami einfuehren darf 😀

Allein die ersten Meter auf Island entschaedigten fuer die Anreise. Es ging direkt ueber einige sehr schoene Serpentinenkurven in Richtung Eglisstadir. Der viertgroessten „Stadt“ Islands. Zum Vergleich, die Hauptstadt Reykjavik hat weniger Einwohner als Solingen. Eglisstadir ist mit einem kleinen Dorf bei uns zu vergleichen. Jedoch gab es einen sehr gut sortierten Motorrad/Handwerksladen. Ich besorgte mir einen neuen Schlauch, da mein Ersatzschlauch ja in Deutschland schon benoetigt wurde, (den einzigen Platten der Reise hatte ich uebringeds in Deutschland auf der Autobahn) und Patrick besorgte sich einen Gummikegel mit Gewinde um seinen Tank wieder in Position zu bringen. Danach ging es auf die Bank und einkaufen. Danach fuhren wir nach Hallormsstadur, wo wir bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad unsere Zelte aufschlugen und grillten. Patrick reparierte seinen Tank und… Na ja, macht euch selbst ein Bild:

Danach fuhren wir noch ein bisschen ohne Gepaeck herum und machten Fotos:

Der Herr Troelf zeigt Marina sein "Objektiv" :D

Am naechsten Morgen ging es dann ueber die 931, unsere erste Schotterstrasse, in Richtung Norden zum Hellisheidi-Pass. Auf den ersten Metern hatte ich noch extreme Probleme mit meinen Reifen: Auf dem Hinterrad war zu viel Druck, sodass ich nur so herumsprang. Nachdem ich etwas Luft abgelassen hatte ging es dann jedoch richtig gut und der Pass, welcher geschottert war, machte ebenfalls tierisch Laune!

Als wir oben waren, meinte Patrick, das es einen kleinen Track zum Kap gaebe. Ich schlug vor, dass wir doch dort Grillen koennten. Als wir dort standen, war es ein wirklich kleiner Track, der im weiteren Verlauf ziemlich steil wurde. Ich wollte es probieren und fuhr los. Das erste Stueck war auch gut befahrbar. Es ging durch einen kleinen Bach und dann bergauf. Sehr steil bergauf. Mit vielen grossen Steinen. Ich hielt an, wollte mich langsam zurueckrollen lassen um zu drehen und kippte dabei um. Dank dem Sturzbuegel hing das Vorderrad in der Luft, was ein alleiniges aufheben, vom Gepaeck mal ganz abgesehen, sehr schwierig machte. Also wartete ich auf Herrn Troelf, der mir zu Hilfe eilte. Nur um dann beim ersten Kicken mit der Hose an der Fussraste haengenzubleiben und gleich nochmal umzufallen. Zu allem Ueberfluss war die DR dann auch noch abgesoffen. Irgendwann standen wir dann jedoch alle wieder auf der Strasse und es ging weiter. Den Berg wieder runter.

Bei der naechsten Pause machten mich die anderen darauf aufmerksam, dass mein Nummernschild herunterhing. Ich schraubte es wieder fest und danach schauten wir uns einen atemberaubenden Wasserfall an. Dachten wir zumindest 😀

Von dort aus ging es weiter nach Porshofn, wo wir in einem Grill Burger mit Fritten gegessen haben. Burger und Fritten sind glaube ich das Nationalgericht der Islaender. Immer und ueberall gibt es Burger mit Fritten. Eine lustige Kreation haben wir spaeter in Vik gesehen: Ein Burger mit einem Spiegelei obendrauf 😀

Von Porshofn aus ging es ueber einen Track, der zu den geilsten des Urlaubs zaehlte und uns in einen derartigen Rausch versetzte, das wir nichtmal Fotos gemacht haben, nach Aisbyrgi, wo wir uebernachteten.

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