Von Wasserfällen und Mücken


Von Asbyrgi aus ging es am nächsten Tag ohne Gepäck zum Dettifoss. Im Nachhinein eigentlich der schönste Wasserfall, den wir gesehen haben, unter anderem, weil er am wenigsten touristisch war, da er recht weit von Reykjavik entfernt ist.

Wir fuhren über ein geniale Schotterpiste, mit diversen Sprungeinlagen und genialen Kurven.

Die Strecke war ca. 40 km lang und einfach wahnsinnig spaßig. Danach schauten wir uns den Dettifoss Wasserfall an. Wir trafen auch gleich auf eine deutsche Reisegruppe, die uns zu ihrem Bläserkonzert in Reykjavik einlud… Wir lehnten dankend ab und machten uns von dannen 😉


Den 500m weiter gelegenen Selfoss haben wir uns aus einem ganz bestimmten Grund nicht angesehen: Wir brauchen ja schließlich einen Grund um nochmal nach Island zu fahren. Der Grund der nächsten Reise ist also, dass wir uns den Selfoss anschauen 😀

Danach ging es wieder zurück nach Asbyrgi. Dort aßen wir dann das wahre isländische Nationalgericht: Cheesburger mit Pommes.

Das die Isländer so auf amerikanisches FastFood abfahren rührt daher, dass die Insel im zweiten Weltkrieg von den Amis besetzt wurde. Da haben die sich wohl an das Essen gewöhnt bzw. es liebgewonnen.

Danach fuhren wir die 200m zum Campingplatz und luden unsere Sachen auf die Moppeds, denn wir wollten an diesem Tag noch weiter in Richtung Husavík.

Also fuhren wir über die 85 in Richtung Husavík.

Dort angekommen wurde erstmal nachgetankt und Markus wusch seine BMW 😀 Denn sie dürfte ja nicht dreckig werden…

In Husavík gab es auch noch andere lustige Sachen wie z.B. das Penis Museum :

Nachdem wir noch getankt hatten, fuhren wir zu unserem Campingplatz, welcher etwas außerhalb von Husavík lag: Dem Heidabaer.

Wir richteten uns ein und kamen auch gleich mit einer isländischen Eigenart in Kontakt, die bei uns fremd ist: Die Isländer ziehen fast immer ihre Schuhe aus, wenn sie ein Haus betreten. Patrick und ich kauften uns jeder ein Bier und verschwanden im Hotpot. Ein Traum!

Am nächsten Tag fuhren wir alle nach Husavík, da Markus, Marina und Patrick zum Whale Watching wollten. Ich war daran nicht interessiert und verbrachte den Tag stattdessen in der „Stadt“ oder vielmehr in einem Café am Hafen.

Lustigerweise lag im Hafen die Dagmar Aeen, das Schiff von Arved Fuchs. Kurz darauf traf ich ihn sogar und wir wechselten ein paar Worte. Er kam gerade von einer Expedition aus Grönland zurück und war auf dem Weg nach Deutschland.

In dem Café in dem ich saß, war ich der einzige Gast, also unterhielt ich mich mit der Wirtin. Sie hatte einige Zeit in Italien gelebt und hatte einiges zu erzählen. Unter anderem, das ein Abendteurer namens Riaan Manser morgen in Husavík ankommen würde. Er hatte mit einem Bekannten in einem Kajak Island umrundet und würde morgen seinen triumphalen Einzug in Husavík feiern. Denn dort war er im März gestartet. Ich fand die Story ganz interessant und erzählte sie den anderen nachdem sie wieder da waren. Wir waren uns einig, dass wir uns das Spektakel ansehen wollten und blieben noch eine weitere Nacht auf dem Heidabaer.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen. Als wir los wollten sprang die XT nicht an. Nachdem Markus und ich kräftig geschoben hatten, sprang sie dann an. In Husavík am Strand waren einige Pavillons aufgebaut, es gab Snacks und Kaltgetränke. Die geplante Ankunft war 12:00. Nach einigem hin und her kam dann heraus, dass die Kajak-Piloten sich um einige Stunden verspäten würden und erst gegen ca. 16:00 ankommen würden. Das Spektakel drumherum war jedoch ganz nett: Die örtliche See/Luft/Land/Wiese-wasweisich-Rettungsorganisation hatte einige ihrer Fahrzeuge zur Schau gestellt :

Die Fahrt auf den Strand war schon ein kleines Abendteuer: Tiefer schwarzer Sand, gepaart mit fiesen Spurrillen veranlassten Markus ein Stück weiter weg zu parken. Patrick und ich versuchten es und kamen ganz gut durch:

Gegen 14:00 beschlossen wir aufzubrechen, da wir am selben Tag noch zum Myvattn See wollten. Myvatten ist isländische für Mücke. Niemand würde glauben wie penetrant diese Mistviecher waren. Das gute war jedoch, dass sie nicht gestochen haben. Sobald man jedoch stehenblieb hatten man gleich einen ganzen Schwarm im Helm. Kochen und Essen im freien war absolut nicht möglich. Zum Glück gab es auf unserem Campingplatz ein Kochzelt.

Auf dem Weg dorthin gab es noch eine ziemlich skurrile Situation: Wir fuhren durch eine wirklich dichte Nebelwand. Die Strasse war nass und man sah wirklich kaum etwas. Plötzlich brachen wir dann aus dem Nebel heraus und standen in glasklarer Luft. Wir machten einige Fotos und standen innerhalb der kurzen Zeit wieder in der Nebelbank:

Am Myvattn angekommen suchten wir vergeblich nach einer Hütte. So fuhren wir auf einen Platz direkt am See, der sowas von teuer war, das wir nur eine Nacht blieben. Markus und Marina nahmen sich ein Zimmer und Patrick und ich schlugen die Zelte auf. Abends kochte ich noch Spaghetti Agli é Ogli mit Krebsen und versorgte noch das halbe Kochzelt mit, weil ich „dezent“ zu viel gekocht hatte 😉

To be continued 😉

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