Die Honda Testtage 2012


Dieses Jahr wurden wieder einige Anhänger unserer Zunft von Honda zum Probefahren der aktuellen Modellpalette eingeladen.

Am 23.4 fuhr ich zusammen mit Claudio, Ralf, Nicole und Alex nach Weibersbrunn zum Hotel Brunnenhof.

Dort angekommen wurden wir von Oli und Stefan von Honda empfangen. Nachdem die Anmeldung schnell und unproblematisch abgeschlossen war, schließlich hatten wir ja alle unsere Führerscheine dabei ;), ging es auch direkt los auf die erste Testrunde.

Da ich langsam anfangen wollte, nahm ich erstmal die CBR 600 RR 😀

Die „kleine“ leistet rund 120PS und ist ein unglaublich handliches Mopped. Allerdings brigt sie gewisse Risiken: Sie will nämlich gefahren werden. Kurz am Gasgriff gedreht und stellte ich mich einem leicht irritierten Blich auf den Tacho fest, dass dieser 190 anzeigte. Die Bremsen, welche serienmäßig mit Combined ABS ausgerüstet sind, brachten mich jedoch schnell wieder auf gesetzeskonforme Landstrassengeschwindigkeit. Dank des geringen Gewichts von unter 200KG ist sie echt super zum Kurven wetzen.

CBR 600 RR

Komischerweise war ich ein wenig früher zurück am Hotel als die anderen… Keine Ahnung wieso.

Dort angekommen wurden erstmal einige Neuankömmlinge begrüsst: Frauke, Moritz und Clemens!

Nach einem kleinen Frühstück ging es dann in die zweite Runde. Da ich nun gut gestärkt war fühlte ich mich bereit.

Bereit für SIE! Die Sänfte. 2 Zimmer-Küche-Diele-Bad. Die Döörde (zumindest Gewichtsmäßig) unter den Motorrädern ( Kleine Anmerkung: Wer Döörde nicht kennt, sollte sich das hier mal anschauen!). Kurz: Die Goldwing!

Nach einer kurzen Einweisung durch den freundlichen Honda-Mitarbeiter war ich mir dann über die Funktion von ca. 10% der vorhandenen Knöpfe im klaren!

Die Knöpfe unten links sind für das Audio-System, unten rechts für das Navi. Am linken Lenkerschalter ist dann noch ein Laut/Leise Regler. Am rechten Lenkerschalter findet man den Tempomat und: Den Rückwärtsgang! Im linken Handschuhfach findet man einen 3,5MM Klinkenstecker. Auf der Mittelkonsole findet man dann noch Regler für Griff- und Sitzheizung. Außerdem gibt es noch eine Fußheizung. Am Schlüssel gibt es einen Knopf um den Kofferraum, ich meinte Topcase zu öffnen.

Nachdem aus den Lautsprechern Black Sabbath dröhnte und Alex und Claudio sich ebenfalls Moppeds ausgesucht hatten, ging es los! Vor dem Hotel stand ein Bus und ich vor meinem ersten Problem. Ich wollte durch eine Lücke, wo man mit einem Motorrad einem normalen Motorrad locker durchgepasst hätte. Also den Rückwärtsgang rein und zurückgesetzt. Eine Rückfahrleuchte hat die Goldwing übrigends nicht! Die ersten Kurven waren ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dann ging es recht flüssig. Der 1800cm³ Motor fährt sich dank dem Overdrive im 6. Gang völlig lässig. Ich hatte irgendwie gar nicht das Bedürfnis schnell zu fahren, vielmehr glitt ich, untermalt von Gitarrenklängen, über die Landstrasse. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man auf einer Goldwing sitzt, an der Ampel steht, Black Sabbath hört und dabei im Königin Beatrix Stil den Passanten winkt.

@epic_fnord mit der Goldwing

Auf dem Rückweg ging es über Lohr und Lohrhafen auf die Autobahn und dann zurück nach Weibersbrunn. Der aufkommende Regen bereitete mir auf der Goldwing keinerlei Probleme. Fußheizung an, Sitzheizung an und hinter die Scheibe geduckt blieb ich warm und trocken. Mit Fahrtaufnahmen hat es leider nicht geklappt, da bei Claudios Kamera der Sturzsensor aktiviert war und dieser wohl von den Vibrationen ausgelöst wurde.

Als nächstes schnappten wir uns 2 Roller vom Typ Vision mit 110cm³. Recht entschleunigt ging es dann auf eine kleine Runde. Liegend schaffte ich es sogar auf 85 km/h! Von diesem Geschwindigkeitsrausch beflügelt fuhren wir noch ein wenig und kamen prompt zu spät zu Oli`s Vortrag zum DCT-Getriebe.

Das DCT Getriebe arbeitet mit 2 verschiedenen Kupplungen. Eine übernimmt die Gänge 1,3 und 5 und die andere 2,4 und 6. Dadurch wird ein nahezu ununterbrochener Kraftfluss ermöglicht, was sich durch die fehlenden Einbrüche in der Beschleunigungskurve bemerkbar macht bzw. eben durch die durchgehende Kurve. Wer mehr zum DCT-Getriebe erfahren möchte, kann dies hier tun.

Danach gab es erstmal ein leckeres und stärkendes Mittagessen in Form von Steak, Kartoffeln und Krautsalat.

Nach dem Mittagessen wollte ich es langsam angehen lassen und entschied mich für die Transalp. Diese wollte ich eigentlich nur fahren, um sagen zu können, dass ich sie mal gefahren bin. Ernsthaftes Interesse hatte ich bis dahin ehrlichgesagt nicht.

Claudio nahm sich die Crossrunner, Alex die CX1300 bzw. Fury ( dieses Jahr in Schwarz ehrhältlich! ) und Moritz die Goldwing.

Als mein Blick auf der Cockpit der Alp fiel war ich das erste mal positiv überrascht: Analoger Drehzahlmesser, digitaler Tacho. Dazu eine digitale Temperaturanzeige. Warum nicht gleich so? Die volldigitalen Instrumente an Crossrunner und co finde ich absolut misslungen! Digitale Drehzahlmesser mit Strichen sind so gar nicht mein Ding.

Die ersten Meter auf der Alp verursachten eine an dem Tag noch nicht dargewesene Vertrautheit. Der bollernde (!) V2 mit 680cm³ beschleunigte die Alp ohne Probleme auf angenehme 120. Dank Doppelscheibenbremse vorn und Combined ABS kommt sie im Ernstfall auch sehr schnell wieder zum stehen. Allerdings ist es nicht abschaltbar, was im Gelände zu einigen Problemen führen könnte.

Neu ist außerdem ein 19 statt einem 21 Zoll Vorderrad. Dies mindert natürlich die Geländefähigkeit und überhaupt ist die „neue“ Transalp mehr auf Strassennutzung ausgerichtet, was der Plastik-Motorschutz noch unterstreicht. Auf Feldwegen fühlt sie sich jedoch auch wohl und auch steilere Abschnitte auf buckeligen Feldern vermag sie zu meistern. Natürlich ist es keine Hardcore Enduro, wer das erwartet sollte vielleicht lieber auf eine CR-F zurückgreifen ( die wir leider nicht fahren konnten! ). Der Lenker ist zum stehend fahren auch viel zu niedrig. Allerdings finde ich das Gesamtpaket sehr gelungen!

Aufnahmen für den Pegaso-Podcast

Hier fühlt sich die Alp richtig wohl: Schotterpisten, Waldwege und Wiesen. Allein Schlamm würde ich ihr wegen den niedrigen Schutzbleches vorne nicht zumuten wollen.

Zurück in Weibersbrunn fuhr ich dann auf anraten von Oli dann die CB1300. Ein klassisches Bigbike. Einfach in den fünften Gang schalten und fahren. Schalten ist völlig überflüssig. Allerdings fand ich sie recht schwerfällig, was wohl auch am Gewicht von 271 KG(vollgetankt) liegen dürfte. Nichtsdestotrotz ein tolles Motorrad mit unglaublich viel Power.

Als letztes fuhr ich dann die CB1000R. Der Quasi-Nachfolger der Hornet 😉 Ein super handliches Fahrzeug! Ich hatte das Gefühl, dass ich quasi direkt über dem Vorderrad sitze. Die Schwarz-Matt/Goldene Lackierung finde ich ebenfalls wirklich gelungen. Optisch recht unaufdringlich offenbart sie fahrerisch einige Qualitäten. Der aus der Fireblade stammende Motor mit 125PS hat wunderbare Schubkraft in allen Drehzahlen und die bereits angesprochene Nähe zum Vorderrad lässt einen nur so um die Kurven wedeln.  Wie alle anderen Fahrzeuge ist sie ebenfalls mit dem Combined ABS ausgerüstet.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Oliver Franz und Stefan Beckmann!!!

Danach ging es wieder zurück in die Realität! Wir bestiegen unsere eigenen Moppeds und machten uns auf den Weg nach Hause. Natürlich nicht ohne vorher noch ein wenig Videomaterial zu sammeln.

Abschliessend bleibt mir nur noch eins zu sagen (mit @pistonpins Hilfe) …

Biiikergruß!

Advertisements
Kategorien: Ausflüge, Nebenbei, Treffen | Schlagwörter: , , | 3 Kommentare

Beitragsnavigation

3 Gedanken zu „Die Honda Testtage 2012

  1. Klingt wie immer nach viel Spaß, den ihr da hattet.
    Ich muss auch diesmal zugeben, die Goldwing würde mich natürlich auch mal interessieren, also wie das so ist mit dem Sofa.
    Ist schon schade, dass ich soweit wech wohne, aber irgendwas ist ja immer. :-/

  2. cgnypek

    …und das Video „Geschwindigkeitsrausch mit der Vision“ folgt auch noch. Demnächst. Bald. Zeitnah.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: