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Der Castle Run 2014

Lang Lang ist es her, das ich BMW gefahren bin.

Da kurz vor Weihnachten die Kupplung der BMW nicht mehr so recht wollte, stand sie in der Werkstatt.

Nachdem diese repariert war, und wir ja „eh schon dabei“ waren, wurde gleich das Getriebe neu gelagert, was auch bitter nötig war.

Mehr aus Interesse hielten wir währenddessen mal den Tank eines /7 Modells auf meine R65. Mit erstaunlichen Resultaten: Das sah nämlich gar nicht schlecht aus. Die „Zentralelektrik“ musste weichen und die Halterung vorne und hinten nur „leicht“ verändert werden.

Schweißarbeiten am Rahmen fanden dabei selbstverständlich nicht statt ( denn dies wäre ja illegal )! Nein, Dank BMW Baukastensystem passte der Tank einfach so!

Mit der originalen Sitzbank sah das ganze natürlich total dämlich aus. Also erstmal alle überflüssigen Halter ( und das waren einige! ) am Heckrahmen abgeflext ( da dies kein tragendes Teil ist, ist das legal ), den Rahmen selbst um 4cm gekürzt und mit einem Knick nach oben versehen. Da ich ja kein anderes Fahrzeug habe, hat mein Mitbewohner seinen Schweißkurs dazu genutzt, 3 Rohre für einen Gepäckträger zu biegen. Diese wurden dann äusserst fachmännisch angebracht, was zu einem supergeilen Ergebnis führte.

Weiterhin wanderte vorne ein gekürzter Harleykotflügel mit gedrehten Abstandshülsen über den Reifen, hinten kam ein Alukotflügel mittig über das Rad. Der umgebaute Tacho, ein Fahrradtacho mit über die Zündung bzw. den Lichtschalter gesteuerter Dauerbeleuchtung welcher in den originalen Drehzahlmesser integriert wurde, fand in einer gelaserten Tachobrille Platz.

Zu guter letzt folgten noch LSL Lenkstummel.

 

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Da ich keinen Hauptständer mehr habe, habe ich nun auch keine Angststreifen mehr 😉

Doch warum der ganze Umbaustress? Der Castle Run stand an!

Nachdem in einer Nacht und Nebel Aktion sowohl meine BMW als auch die Ural meines Mitbewohners fahrbereit gemacht wurde ( wir waren Freitags morgens um 7 Uhr fertig! ), ging es über Lübeck und den Timmendorfer Strand nach Puttgarden auf Fehmarn.

Von dort aus setzten wir mit der Fähre über nach Dänemark. Und waren dann auch quasi schon da, denn die Entfernung vom Hafen zum Treffen betrug lediglich rund 30 Kilometer. Auf der Fähre bin ich zwischendurch schon weggenickt. Es wurden sogar schon Erinnerungen an die Fahrt zur Fähre nach Hirtshals wach!

Wir staunten nicht schlecht als wir dort ankamen: Der Castle Run verdient seinen Namen! Das Treffen wurde auf dem Gut Krenkerup ausgerichtet. Geparkt wurde im Schlosshof!

 

BMW in Dänemark

BMW in Dänemark

 

Die Fahrzeugauswahl war mehr als ansehnlich: Seitenventiler Harleys, Japaner, sogar zwei andere alte BMWs 😉

Auch das Nichtvorhandensein eines Technischen Überwachungsvereines nach deutschem Vorbild viel sehr positiv auf!

Nach einigen Bieren aus der schlosseigenen Brauerei ging es dann recht schnell ins Bett.

Samstag ging es nach einem wunderbaren Frühstück auf eine Ausfahrt in einen nahegelegenen Hafen. Die Fahrt war auch deswegen wunderbar, weil man die tollen Umbauten endlich  mal hören konnte! Im Hafen angekommen gab es dann erstmal wieder Bier aus Krenkerup! Dort machten wir dann auch Bekanntschaft mit Konstantin, dem fränkischen Braumeister des Gutes! Kein Wunder also das uns das Bier so mundete!

Auf der Rückfahrt musste ein Stück russisches Kulturgut noch kurz von seiner Inkontinenz geheilt werden, was dank Kabelbindern jedoch schnell vonstatten ging. Angenehmer Nebeneffekt war, das wir nun „das Pferd von hinten aufrollen konnten“ und die ganze Moppedgruppe betrachten konnten.

Ist das gut? Nein aber russisch!

Ist das gut? Nein aber russisch!

 

Zurück auf dem Gutshof gab es dann lustige Bikerspiele: Ein Geschicklichtskeitsparcour, ein Slow-Race ( bei dem Max zweiter wurde ) und ein Dart-Turnier!

Abends liessen wir es dann „etwas“ ruhiger angehen, da wir ja Sonntag wieder Richtung Hamburg mussten.

Der Aufbruch erfolgte nach einem reichhaltigen Frühstück und herzlicher Verabschiedung von Patrick und James.

Die Fährüberfahrt gestaltete sich recht problemlos und fix, sodass wir am frühen Abend nach einer kleinen Geburstagsfeier glücklich und zufrieden zu Hause ankamen.

 

Der Caslte Run war ein supergeniales Event. Kein Schnickschnack, im Fokus standen die Motorräder. Und das Bier. Gutes Essen und nette Typen.

 

Hier noch ein kleines Video und ein paar Impressionen:

 

Weitere Berichte und Bilder findet ihr z.B. hier:

http://www.motorpike.com/the-castle-run-2014/

http://ride-free-mag.com/de/events/europa/detail/the-castle-run-2014.html

 

Falls ihr gerne Warnweste tragt: Bleibt zu Hause! Falls ihr jedoch ein geiles altes Eisen fahrt und Bock auf Gleichgesinnte habt: Sichert euch ein (limitiertes) Ticket! Es lohnt sich!!!

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Eine schmierige kleine Asiatin.

Kurz vor Weihnachten fuhr ich zu einer guten Freundin nach Bayern, um sie dort zu besuchen. Von Hamburg aus runde 500 Kilometer. Also sattelte ich die BMW und fuhr nach der Arbeit los.

Dort angekommen verbrachte ich einen weniger und einen schöneren Tag dort, anschliessend fuhr ich über die Feiertage zu meinen Eltern.

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Mit @pistonpin und @banditin unterwegs im Spessart

Im Bergischen angekommen verbrachte ich ein paar nette Tage. Unter anderem war ich mit meinem Freund Herby eine Runde Mopped fahren. In Wuppertal-Cronenberg mussten wir allerdings einen außerplanmäßigen Halt einlegen, denn der Druckpunkt der BMW-Kupplung befand sich so ungefähr einen Millimeter vom Lenker entfernt. Also stellte ich die Kupplung schnell nach (DAS überlegene Motorenkonzept macht es möglich! ).

Nach nichtmal 5KM stellte sich allerdings dasselbe Phänomen wieder ein. Also auf direktem Weg nach Hause. Nach kurzer Überlegung kam ich zum Schluss das es der Zug sein könnte der sich gelängt hatte. Also mit Hilfe eines Nippel-Pannensets einen neuen Zug gelegt und die Kupplung etwas nachjustiert. Dies funktionierte erstmal ganz gut, lediglich das Einkuppeln blieb weiterhin sehr ruppig. Trotzdem befand ich den Zustand als gut genug um die Heimreise nach Hamburg antreten zu können.

In Hamburg angekommen ging es dann nach ein paar Tagen in die Werkstatt um dort der Sache auf den Grund zu gehen. Recht schnell war der bzw. die Schuldige gefunden: Die Druckstange war gebrochen. Motorseitig hat diese einen kleinen Fortsatz, der abgebrochen war. Da die Druckstange in einer Hohlwelle durch das Getriebe läuft konnte dieser aber nirgendwo hin. Dies erklärte natürlich die Nachstellerei des Ausrückhebels.

Unangenehmer Nebeneffekt: Die Druckplatte, die Kupplung und die Mitnehmerscheibe waren bzw. sind dort wo niemals die Sonne scheint. Die Ersatzteile kosten fast einen halben Monatslohn, den ich leider nicht „mal eben so“ aus dem Ärmel schütteln kann.

Letzte Woche traf ich mich dann mit einer lieben Freundin und Max, der gerade den Vergaser ihrer SR 500 zusammensetzte. Ich erzählte von der Misere, woraufhin mir Rike sofort ihre SR 500 anbot, da sie aus gesundheitlichten Gründen zur Zeit nicht fahren kann.

Ich war gerührt von dieser freundlichen Geste und konnte gar nicht anders als begeistert zuzustimmen.

Nachdem die SR zum Leben erweckt war fuhr ich auch gleich damit zur Arbeit, begleitet von einigen lustigen Fehlzündungen, die komischerweise immer unter Unterführungen auftraten. Seltsam das.

Lediglich die 20 Jahre alten ME77 sind mit vorsicht zu geniessen. Sie neigen zum rutschen in nassen Kurven 😉

Die schmierige kleine Asiatin!

Die schmierige kleine Asiatin!

Eine schmierige kleine Asiatin eben!

(P.S.: Am ersten Abend schaffte ich bereits einen One Kick Only. Hat natürlich keiner gesehen!)

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