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Meine Moppeds: Teil II

Nun möchte ich euch die Krönung meiner Sammlung Vorstellen:

GSX 750 S „Katana“

Seit ich zum ersten Mal eine Katana gesehen hatte, wusste ich: DAS ist mein Mopped! Eine wunderschöne aerodynamisch-schlanke Form und doch wirkt sie irgendwie bullig, besonders im Rückspiegel. Anfang der 80er von der deutschen Firma „Target-Design“ entworfen, war die Katana DIE Neuheit auf der IFMA 1980. Lt. einem Vergleichstest der Zeitschrift Motorrad (Ausgabe 24/81), zwischen der XJ 750, der CB750, der Z750 und eben der GSX 750 wurde der Katana der leistungsstärkste Motor attestiert. Die 82 Pferdchen ziehen im fünften Gang ohne Leistungsloch auf 210 km/h. Der Motor entwickelt über 6000 u/min eine Wahnsinns Power (zumindest für damalige Verhältnisse 😉 ). Das Fahrwerk ist werkseitig zugegebenermaßen nicht das beste. Ich habe dort mit vernünftigen Reifen (BT45), Koni-Stoßdämpfern, Progr. Gabelfedern und Stahlflexleitungen jedoch sinn- und wirkungsvolle Verbesserungen gemacht. Außerdem habe ich das serienmäßige „Anti-Dive“ stillgelegt. Für ihre 250kg (fahrbereit) ist sie extrem wendig und leicht zu handeln. Die sehr geringe Sitzhöhe trägt auch dazu bei. Das die Katana so niedrig ist hat jedoch auch einen Nachteil: Bei einem hohen Bordstein setzt der Auspuff auf…

Wie kam ich zu meiner Kati?

Während meiner Zeit in Strasbourg, wo ich 2007 3 Monate verbrachte, fand ich in einer Motorradzeitung eine Katana in Düsseldorf. Ich bat meinen Vater sich die Maschine anzusehen…  Sie sah bis auf eine riesige Beule im Tank ganz gut aus, hatte rund 50000km gelaufen und war soweit in Ordung.

Ich sagte meinem Vater er solle zuschlagen.  10 Minuten später rief mein Vater an und sagte mir der Verkäufer hätte einen Rückzieher gemacht…

Für mich brach eine Welt zusammen…

Im Mai 2008 dann fand ich bei eBay eine 750er Katana mit Vollverkleidung, unglaublichen 7500km auf dem Tacho, einem Ölkühler und einem Speerheck. Der Preis war soo niedrig, das eigentlich etwas hätte faul sein müssen. Na ja, ein  kurzer Blick auf`s Konto genügte und sie war mein. Flugs einen Hänger gemietet und ab nach Rochlitz (das liegt hinter Jena).

Der Verkäufer kam unsprünglich aus Worms und hatte die Katana nach der Wende mit „rüber“ genommen, wo sie bis zum Tag der Abholung unter einer Plane in einer ehemaligen KFZ-Werkstatt stand. Angemeldet war sie nämlich nur !3! Sommer gewesen! Da habe ich das Schnäppchen meines Lebens gemacht! Zu Hause wurde der Tank innen beschichtet ( Rostige Tanks sind eine Suzuki Krankheit), die Vergaser überholt, die Batterie erneuert usw. Ein großer Service eben. Hinzu kamen die schon oben erwähnten Gabelfedern Bremsleitungen und Stoßdämpfer. Außerdem wurde die Pichler Verkleidung gegen die originale Halbschale ersetzt.

TÜV gab es ohne Mängel und fortan wurde gefahren, gefahren und nochmals gefahren. So kamen in 5 Monaten rund 10000km zusammen. Nebenher war ich ja noch mit den anderen Moppeds unterwegs 😉 Die Kati ist super zuverlässig und hat mich nicht einmal stehenlassen.

Die Maschine hat einfach das gewisse Etwas! Das kribbeln in den Fingern kurz bevor man den Motor startet, das Kratzen des Hauptständers ins der Kurve, und das Brüllen des Vierzylinders… Man kann einfach nicht anders als sich in dieses Motorrad zu verlieben…

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