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4. Europäisches Katanatreffen Wil/CH

Eins der Events des Jahres, zumindest in meinem Kalender fand vom 19-23.08 in Wil im Kanton Sankt Gallen in der Schweiz statt. Das EuroKat!

Nachdem ich mit 18 auf dem 40. Katana-Treffen war und dort aufgrund von schlechter Organisation und der Tatsache, das dies mein erstes Motorradtreffen überhaupt war, kein besonders gutes Bild bekommen hatte, wollte ich unbedingt mal wieder auf ein Katanatreffen. Damals war ich ziemlich zurückhaltend und bin irgendwie mit niemandem so richtig ins Gespräch gekommen, diesmal war das jedoch ganz anders 😉

Donnerstag`s fuhr ich nach der Arbeit erstmal nach Karlsruhe zu befreundeten Katana-Fahrern. Freitag morgen ging es dann von dort aus weiter zum Hotel Wasserfall im Schwarzwald.

Dort hatte sich sowohl ein großteil der deutschen Katana-Gemeinde, als auch einige Briten bereits Donnerstag Abend eingefunden. Das dies zu einer recht späten Abfahrt führte, dürfte ja allen klar sein 😀

Von dort aus ging es mit ca. 25 Moppeds weiter Richtung Schweiz. Obwohl wir eine ziemlich große Gruppe waren lief alles harmonisch ab. Ich denke, dass dies zum grossen Teil an der Führung durch Martin lag. Er kommt aus der Region in der das Hotel steht und hatte im Vorfeld bereits eine Strecke ausgearbeitet, bei der wir eigentlich nur 3 oder 4 mal abgebogen sind. Einen unschönen Moment gab es dann allerdings doch:

Als wir in der Gruppe abbogen und jemand die linke Fahrspur „dicht“ machte, meinte ein Autofahrer dann unbedingt auf seinem Recht bestehen zu müssen und fing an zu hupen und zu gestikulieren. Deutsches Spießbürgertum par excellence… Aber gut, wir sind einfach weitergefahren.

Am Motorradtreff „Hegaublick“ legten wir dann eine etwas längere Pause ein. Das Restaurant/Café liegt auf einem Berg im Schwarzwald, ca. 25km nördlich vom Bodensee (den kann man von dort oben nämlich schon sehen 😉 ). Vor dem Café ist eine Kurve, die man durchaus als Applauskurve bezeichnen kann 😀 Und so kam es, das dort einiges an Moppeds flanierte. Unter anderen auch diese 2 Schätzchen hier:

Rau-Kawa

Von dort aus ging es ohne Probleme über die Schweizer Grenze, und dass obwohl einer eine Axt am Mopped befestigt hatte 😀

In der Schweiz kam es dann in Wil zu ein paar kleinen Problemchen:

Das Treffen musste aus organisatorischen Gründen kurzfristig verlegt werden, daher standen wir mit 25 Moppeds in Wil und suchten den Weg. Bei 30 Grad. Irgendwann hat jemand die Adresse rausgekramt und ist mit einem Navi vorgefahren. Als wir dann am Platz angekommen waren, kam das übliche:

Erstmal ein kaltes Bier!

Es kühlte, schmeckte aber nicht… Wirklich nicht! Danach wurden Zelte aufgebaut und gegessen. Nach dem 3. Bier ging es dann so langsam mit dem Geschmack und der Abend nahm seinen Lauf.

Der nächste Morgen begann dann dementsprechend spät… Jemand aus dem Katana Owerns Club schoss dann noch dieses tolle Foto 😀

Nach dem 2. Kaffee und einem ordentlichen Frühstück schlenderte ich über den Platz und schaute mir die Moppeds an: Viele Umbauten mit GSX-R Fahrwerksteilen, größere Motoren ( GSX bzw. GSX-R ), 2 Klappnasen, eine XN85 ( eine 650er Turbo auf Basis eines GS-Motors ), Umbauten mit Zentralfederbeinen und eine sehr seltene 400er Katana, die Jimmy vom Katana Owners Club UK gehört. Seeehr schöne Moppeds jedenfalls. Auffällig war, das fast so viele Engländer wie Deutsche da waren. Ebenfalls waren einige Franzosen angereist. Unter anderem auch Alexandre von Katana-France. Er wird das V. Eurokat in Bordeaux ausrichten.

Mittags ging es dann los in Richtung Schwägalp. Mit ca 35-40 Moppeds ging es durch die Schweiz auf den Berg. Nachdem ich einmal die Strasse „gesperrt“ hatte, bin ich in den Genuss gekommen hinten zu fahren. Wenn man in ein Tal fährt und vor sich nur -hier Lieblingsmopped einsetzen- sieht, ist das ein unglaublich geniales Gefühl. Auf der Alp angekommen aßen wir erstmal etwas. Während wir das taten fing auf der anderen Seite der Strasse auf einem Felsvorsprung ein Trompeter an ein Lied zu spielen. Extrem coole Show 😉

Den Rückweg traten wir etwas dezimiert an, da einige Engländer mit der Seilbahn auf den Gipfel gefahren waren und später nachkommen wollten.

Nach Abendessen und dem ersten Bierchen kam es dann zur Pokalverleihung. Unter anderem für die meisten besuchten Katana-Treffen.

Jimmy gewann den Preis für die schönste 400er. Allerdings nur, weil der die einzige 400er am Platz besaß 😀 Der Abend nahm dann wieder seinen Lauf und irgendwann ging ich ins Bett.

Am nächsten Morgen wurden wir recht „unsanft“ geweckt, da irgendwer seine Kuhherde über die Alp trieb.

Kurz hatte ich die Idee Hannes zu wecken, seines Zeichens Schlachter, und ihm die Axt in die Hand zu drücken.

Nach dem Frühstück machte ich mich allerdings dann, mit Hinblick auf die 650Km Rückreise, recht schnell auf dem Rückweg. Ich tankte in der Schweiz nochmal voll und fuhr dann grob über Rottweil und Wolfach nach Offenburg und von dort über die A5 nach Hause.

Alles in allem ein super Treffen, um weiten besser als das andere Katana-Treffen auf dem ich war!

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Alpentour Mai 2010

Mein eigentlicher Plan bestand darin, das ich mit der Kawa Richtung Afrika aufbrechen wollte. Daraus wurde dann ja leider nichts.
Allerdings konnte ich im Frühjahr nicht auf eine Moppedtour verzichten.
Wo ich doch auch noch meinen Resturlaub nehmen musste 😉 4 Wochen frei muss man(n) doch nutzen!
Also habe ich meinen Freund Marco aus Aachen angerufen, der in Sachen Mopped eigentlich immer sofort Feuer und Flamme ist. Er rief seinerseits noch einige andere Freunde an und so kam die Sache langsam ins Rollen 😉
Mit Johann bin ich dann im Vorfeld schon nach Jüchen zu Polo gefahren, da er sich neu einkleiden wollte. So haben wir beide uns schon vorher kennen gelernt, und da er in Köln studiert, sind wir beide auch zum Vorbereitungstreffen in Aachen gemeinsam angereist!
Der dort festgelegte Plan sah vor über die Vogesen und die West-Alpen nach Monaco, und von dort aus über den Ledrosee und Österreich wieder in Richtung Heimat zu reisen.

Fahren wollte ich die Tour mit der Katana. Wenn man den Höcker abnimmt kann man auch ordentlich was draufladen, und Spaß hat man mit der Karre in den Alpen auf jeden Fall!

Losfahren wollten wir am Freitag dem 7. Mai in Aachen. Von dort sollte es über die Eifel bis in die Vogesen gehen. Dienstags war Johann dann noch bei mir, da er noch den Kettensatz und die Reifen wechseln wollte. Wir fuhren also kurz runter bei uns in die Werkstatt, um die Reifen wechseln zu lassen. Dumm nur das Johann keine Schläuche gekauft hatte. Es folgte eine 3 stündige Odysee durch 3 Städe bis wir 2 passende Schläuche aufgetrieben hatten. Mittlerweile war es aber recht spät geworden und die Jungs aus der Werkstatt meinten das die Reifen erst morgen fertig seien.

Johann ist dann mit dem Bus zurück nach Deutz gefahren und kam am nächsten Tag wieder 😀 Jedenfalls ist seine Karre noch rechtzeitig fertig geworden.

Donnerstag Abend ist Johann dann nach Aachen gefahren. Ich fuhr zu Liv, um Freitag morgen von dort aus zu starten.

Was dann bei der Abfahrt in Solingen begann, endete erst irgendwann in der Schweiz: Regen, Regen und nochmals Regen!

Nachdem unser Quartett mit Simon (ZX7R), Marco (FZR600), Johann (F650 GS) und mir vollständig war, ging es los. Auf dem Weg richtung Süden klarte es mal auf, sodass es möglich war, seine Handschuhe am ESD zu trocknen. Bei mir führte dies zu Zischlauten und dampfenden Handschuhen. Danach waren sie schön warm und trocken 😀

Wegen dem Regen haben wir es dann von Aachen aus gerade mal bis Obersgegen geschafft, wo es zum „Glück“ erstmal einen leckeren *hust* selbstgebrannten Apfelschnaps gab. Immerhin wurde uns dadurch wieder warm 😉 Bei Lagerfeuer, Bitburger und Jackie Cola wurde dann erstmal ausgiebig über die Erwartungen aller an die Tour geredet. Den ersten Lacher gab es schon als wir die Zelte aufbauten: Johann sagte noch, dass er das Zelt noch nie benutzt hatte. Beim aufbauen fanden wir dann eine Hotpants, die fortan das Zelt von Marco und Simon schmückte.

Man merkte auch eindeutig den Einfluss des Gaybaches auf die beiden. Sie entschieden sich spontan ihr Zelt „Die Grotte“ zu nennen. Das lasse ich mal so im Raum stehen 😉

Am nächsten Tag ging es dann voll motiviert weiter! Wir wollten vorher noch kurz in Trier bei einem Baumarkt anhalten, da 2 von 3 Schrauben, die Simons Endschalldämpfer halten, verabschiedet hatten. Marco fuhr vor, da er ein Navi hatte. In Trier fanden wir dann einen Polo-Shop wo wir die passenden Schrauben erstanden. Davor standen auch einige nette Moppeds:

Vom Polo-Shop sollte es rüber nach Luxembourg zum tanken gehen, da Benzin dort runde 20 Cent günstiger ist als bei uns. Gesagt getan. Dann folgte eine 3 stündige Odyssee durch Kreisverkehre und die Trierer Innenstadt, da es Navi irgendwie ziemlich bescheiden funktionierte. Also übernahm ich die Führung. Altbewährt mit Karte im Tankrucksack 😉 Es ging grob über Merzig und Saarlouis nach Frankreich, wo wir bei einer Pause bestimmt 20 Minuten nur mit französischem Okzänt sprachen 😉 Nach der Pause ging der Spaß dann los: Die Batterie von Johanns BMW war platt. Vorher waren wir uns alle einig, das die GS wohl am wenigsten Probleme bereiten würde. Pustekuchen. Fortan musste sie fast jedes mal angeschoben werden.  Und in Regensachen kann das ganz schön nervig sein! Am frühen Abend waren wir dann in den Vogesen. Unser eigentliches Tagesziel Pontarlier war in weiter Ferne gerückt. Wir fuhren irgendwo in der Nähe von Dabo einen Berg mit einer Burg rauf, wo wir dann dank klarem Himmel eine super Aussicht hatten.

Bergab sind wir dann gerollt 🙂 Am Ende mit Tempo 80, also der Berg war schon mächtig steil 😉 Über einen Schleichweg sollte es dann nach Schirmeck gehen. Der Schleichweg führte anfangs über eine nagelneue Strasse, über den Schneekopf und dann 20! KM durch den Wald. Wir haben eine Stunde lang kein Auto gesehen. Außerdem wurde es langsam dunkel. Campingplätze gab es weit und breit keine. Also sind wir irgendwann in einen Waldweg abgebogen um anschließend auf einer kleinen Lichtung halt zu machen. Marco und Simon stellten ihr Zelt auf, ich machte Feuer und Johann holte Holz. Johann und ich wollten unter 2 Bundeswehr Ponchos schlafen, direkt am Feuer. Dumm nur, das es Nachts angefangen hat zu Regnen. Ich habe dies allerdings erst morgens gemerkt, als ein Schwall Wasser in meinen Schlafsack lief. Egal, lustig war es trotzdem 😀

Aus unserem Lager im Wald ging es dann direkt auf unser erstes Highlight zu: Den Col de Donon!

Trockene Strasse und Sonne machten die Überfahrt zu einem wahren Erlebnis! Die Vogesen sind einfach herrlich! Ein kleines Paradies 😉

Von dort aus ging es über die Route-des-Crêtes, natürlich bei Regen und Nebel! Auf dem Markstein haben wir dann im „Restaurant“ La Bulle etwas gegessen. Es handelte sich hierbei um eine Iglu-förmige Stahlkonstruktion, die mit durchsichtigem Kunststoff bespannt war. Ziemlich genial, vorallem weil es beheizt war 😉 Es gab Spaghetti Bolognese. Und zwar aus dem Automaten 😀 Ziemlich witzig. Nebenbei lief Bob Marley 😉 Ziemlich entspannd, genau wie die Wirtin 😉 Danach gab es noch einen kleinen Espresso zum aufwärmen 😉

Es ging weiter Richtung Pontarlier, noch Runde 300Km. In Le Locle in der Schweiz fing Marcos Karre dann an Faxen zu machen. Die Gummis der Zündkerzenstecker waren porös und so zog Feuchtigkeit in die Stecker, was zu Folge hatte, das nur noch die 2 inneren Zylinder liefen. Höchste Zeit für eine Pause. Wir stellen uns in die überdachte Einfahrt einer Garage und fragten telefonisch mal einige Wetterinfos ab. Die Vorhersage sah nicht wirklich berauschend aus. Aber egal, wir wollten alle ans Meer, undbedingt! Die porösen Gummis wurden einfach mit Kettenspray abgedichtet (war ja auch das gute S100 :D) und es ging weiter Richtung Pontarlier.

Wir hielten noch irgendwo in einem kleinen Dorf an, und kauften in einer Bäckerei Käsefondue sowie Baguette. Die hübsche Verkäuferin war von Simons Annäherungsversuchen jedoch nicht sonderlich beeindruckt und so fuhren wir weiter. Die 30 Km Kurvenstrecke entlang der Doubs waren natürlich verregnet! Endlich an der Hütte angekommen, sahen wir erstmal, dass irgendwelche Idioten eines der Fenster „entfernt“ hatten. Wir scharten uns erstmal alle um meinen Benzinkocher und wärmten uns, es war sowas von kalt, das wir alle am Zittern waren. Alles war durchnässt und kalt. Der Kocher spendete wenigstens ein bisschen Wärme. Marco fuhr dann nochmal los um etwas für die „innere Heizung“ zu holen, sowie noch etwas Benzin für den Kocher. Als er wieder da war, speisten wir fürstlich bei Käsefondue, Baguette und Bier 😀

Am nächsten Morgen war es dann trocken genug um ein Feuer anzuzünden. Allerdings hatten wir kein Holz… Aber einen Klappspaten… Und wir waren alleine im Wald… Kennt ihr Biwak? Das steht für Bundeswehr im Wald ausser Kontrolle. Bei uns war es eher MFiwak. Motorradfahrer im Wald ausser Kontrolle 😀 Am Ende haben wir 15 Bäume gefällt. Und diese teilweise mit  Johanns BMW durch den Bach gezogen. Leider hat der Spaten diese Belastung nicht überlebt.

Und bevor jemand fragt: Nein da waren wir nicht mehr nüchtern 😀 Aber irgendwie mussten wir ja unsere Sachen trocknen.Da es wieder anfing zu regnen, bauten wir uns aus 2 Bundeswehrponchos und einer Regenrinne, die wir unter der Hütte fanden ein Vordach! Als der Schauer vorüber war hingen wir unsere Sachen zum trockenen auf. Simon und ich fuhren derweil in den Ort, um Nachschub zu holen. Wir holten leckeres 12%iges Dosenbier und Hamburger. Mit unserem improvisierten Schwenkgrill wurde ein leckeres Mahl gezaubert.

Nach dem Essen wurde dann mal die Geländegänigkeit der BMW getestet. Sie hat diese Prüfung aber Eindrucksvoll gemeistert 😉 Am Abend kreiste dann die sog. „Rede-Flasche“. Man durfte nur sprechen wenn man die Flasche hatte. Dies führte zu erheblichen Pegeln bei allen Rednern. Daher ging es am nächsten Morgen auch erst etwas später los. Wir packten unsere immernoch nassen Sachen ein und fuhren los. Der Wetterbericht sagte für die Mittelmeerküste sowie Nord-Italien Regen vorraus, also musste ein Plan B her. In Vevey am Genfer See bekamen wir dann mit, dass in Nord-Österreich das Wetter besser sein soll. Simons Regenkombi hat genau 2x Anziehen überstanden. Danach musste sie mit Klebeband gefixt werden!

Also ging es los. Am Col les Mosses stellte Marco fest, dass er sein Portemonnaie nicht finden konnte. Er hatte es im McDoof in Rennaz das letzte Mal gesehen. Also warteten Johann und ich auf dem Berg und Marco und Simon fuhren zurück. Ohne Erfolg. Marco hatte allerdings seine Handynummer dagelassen. Als wir von einem Schweizer Tal ins nächste fuhren, war der Regen wie weggeblasen. Trockene Strassen, Sonne und geniale Kurven. Das gab einen mächtigen Motivationsschub!

Beim nächsten Tankstop in Saanen bei Gstaad stellte Marco dann fest, das jemand von McDonalds versucht hatte ihn anzurufen. Da er kein französisch spricht, habe ich für ihn zurückgerufen, und tatsächlich, sie hatten seine Geldbörse gefunden! Wir fuhren den nächsten Campingplatz an, der sich als absoluter Glücksgriff herausstellte, und Marco und Johann fuhren zurück um sein Portemonnaie zu holen. Simon und ich bauten derweil die Zelte auf und warfen die Feuerstelle an. Währenddessen kam der Besitzer des Campingplatzes auf uns zu und wir unterhielten uns ein wenig mit ihm. Er war sehr von Marco`s „Töff“ angetan. Von seiner FZR ist eigentlich nur noch der Rahmen übrig. Der Rest stammt aus einer Duke, und einer F4. Der Schweizer erzählte uns dann von seiner Leidenschaft für Ducati. Auf meinen Kommentar, das die schon ab Werk klappern ist er irgendwie nicht eingegangen 😀

Der Campingplatz hatte einen beheizten Aufenthaltsraum, die Feuerstelle hatte Holz, Anzünder und sogar Streichhölzer UND wir konnten das erste Mal seit 5 Tagen wieder duschen! Welch eine Wonne! Die beiden Rückkehrer brachten noch Flüssignahrung mit, und so nahm der Abend bei trockenem Wetter seinen Lauf!

Am nächsten Morgen wurden wir dann von einer Kuh-Herde geweckt, die Glockenläutend auf der anderen Seite des Flusses langlief 😉 Der etwas andere Wecker würde ich sagen! Am Morgen sah ich dann, das die Katana über den Tankdeckel ein bisschen Benzin verloren hatte, welches auf den Motor getropft ist und den Lack auf selbigem angelöst hat *grml* So`n Mist. Ich hab dann mal den Tankdeckel aufgeschraubt, konnte aber nix finden. Danach war das Problem behoben. Ich denke mal, das sich das Benzin im vollen Tank wg. der knallenden Sonne ausgedehnt hat und dann über den Überlauf bzw. die Tankentlüftung entwichen ist.

Morgens ging es dann bei bestem Wetter und trockenen Sachen los. Wir fuhren über den Saanenmöser und den Jaunpass. Bei letzterem Fing das Elend dann wieder dan. Regen! Wären wir mal in dem Tal ohne Regen geblieben.

Von dort aus ging es weiter durch den Regen Richtung Riggisberg. Dort aßen wir erstmal zu Mittag. Cordon Bleu XL mit Fritten. Sehr lecker. Wir waren in irgendeinem verschlafenen Tal gelandet. Der „Stammtisch“ schaute uns an, als ob wir gerade von einer Mondlandung zurückgekehrt wären 😀 Unsere Frage, ob wir mit € zahlen könnten, bejahte der Wirt. Allerdings hat er dann am Ende ungefähr 20 Minuten gebraucht bis er den richtigen Betrag raushatte ( zwischenzeitlich wollte er 150€ haben und konnte nur durch einen Stammgast überzeugt werden, das er „falschrum“ gerechnet hatte). Amüsant war es trotzdem 😀

Nach einiger Zeit des Fahrens waren wir (mal wieder) total demotiviert, aufgrund des ganzen Regens. Wir hatten schon des öfteren gesagt, das wir nach Hause fahren, falls es am nächsten Tag nochmal Regnen sollte. Na ja, Pustekuchen, wir sind natürlich weitergefahren! Gegen Abend waren wir dann mal wieder auf der Suche nach einem Schlafplatz, nachdem der Plan bei Aldi auf der Laderampe zu pennen daran scheiterte, das diese nicht überdacht war, hielten wir kurz hinter einem Kreisverkehr an, um 2 Polizisten zu fragen die dort Dienst taten. Simon und ich warteten bei den Töffs und Johann und Marco gingen fragen. Wir hatten die Töffs vor einer Bäckerei geparkt, aus der kurz darauf ein älterer Mann trat. Er fragte was denn los sei, und ich schilderte ihm unsere Situation. Er nickte nur und ging wieder rein. 2 Minuten später kam er dann wieder raus und frage ob wir nicht hier schlafen wollten. Ich war total perplex und fragte:“Wie hier?“ Ja hier, in diesem Haus antwortete er.  Er sagte weiter, dass wir die Töffs in seine Garage stellen, sowie die Sachen in der Backstube trocknen könnten. Etwas zögerlich antwortete ich dann mit Ja, da ich von soviel Gastfreundschaft doch ziemlich überrascht war. Nachdem die Töffs in der Garage waren, führte er uns hoch in die Backstube. Wir waren natürlich alle dick eingepackt inkl. Regenkombis. In der Backstube herrschten allerdings 35 Grad 😀 Also schnell raus aus den Sachen und diese an den Ofen hängen.

Mittlerweile hatten wir auch die Frau des Bäckers kennengelernt, die uns erstmal fragte ob wir Hunger oder Durst hätten. Wir lehnten ab. wir hatten zwar beides, aber wir konnten nicht erwarten, das wir auch noch bekocht werden. Die Frage ob wir einen Kaffee wollten konnten wir allerdings nicht ablehnen. Der Mann führte uns hoch in eine !4! Zimmer Wohnung, brachte uns Matratzen und Bettzeug und sagte, wenn wir fertig seien sollten wir runterkommen und Kaffee trinken. Wir zogen erstmal die restlichen Moppedsachen aus und normale an. Dann machten wir unsere Betten und verfielen erstmal in total eskalative Stimmung. Wir lachten, machten Witze und sprachen die ganze Zeit mit Schweizer Dialekt. Als wir dann runter gingen konnten wir unseren Augen nicht trauen, es gab Kaffee, Erbsensuppe mit Würstchen, und wir wurden dazu genötigt uns in der Bäckerei zu bedienen, da ja morgen Feiertag sei. Zögerlich aber dankend nahmen wir das Angebot an! Nach dem Essen unterhielten wir uns noch mit unseren Gastgebern, bevor wir gegen 22:00 hoch gingen. Dort tranken wir jeder noch ein Bier und gingen dann schlafen. Wir waren uns einig morgen zurück nach Hause zu fahren, da ich am Wochenende sowieso zum 24 Stunden Rennen an den Nürburgring fahren wollte und die anderen auch keine Lust mehr hatten im Regen durch die Alpen zu fahren.

Am nächsten Morgen frühstückten wir dann noch mit unseren Gastegebern ( bei leckerem selbstgemachten Stuten mit Orangen ). Danach ging es auf die Töffs und über die N1 nach Basel, wo wir ein bisschen gebraucht haben, bis wir den Grenzübergang nach Lörrach fanden. Dort stärkten wir uns nochmal bei McDonalds und fuhren dann auf die Bahn Richtung Heimat.

Alles in allem war es, trotz des Wetters, eine supergeniale und spaßige Tour! Trotz des Wetter war die Stimmung immer super ( bis auf gelegentliche Phasen), und Spaß hatten wir allemal! Von spontanen Drifteinlagen auf nassen Strassenmarkierungen über Wheelies und durchdrehenden Hinterradreifen auf Schotterpisten! Die Truppe hat wirklich super gepasst und ich würde sofort wieder mit den Dreien losfahren! Wir haben uns des weiteren überlegt im Sommer nochmal zu fahren, aber dann hoffentlich im trockenen 😉

Bis dahin!


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