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Ein Kettenöler für die DR – Loobman vs. Scottoiler

Kurz bevor wir nach Island aufbrachen, kam bei mir die Frage auf, was ich eigentilch mit der Kette mache.

Sand, Schlamm, Kies, Flussdurchfahrten… Horrorvisionen von einer gerissenen Kette irgendwo im Hochland manifestierten sich in meinem Hirn. HALT! Nich mit mir!

Durch einen Vergleichstest v. Prof. Dr. Spacemonkey alias Clemens Gleich erfuhr ich vom Loobman.

Bei Claudio fand ich dann zusätzlich dieses Video:

Der Loobman ist im Vergleich zu den üblichen Kettenschmiersystemen wie dem Scottoiler oder dem McCoi geradezu lächerlich günstig und besitzt eine extrem einfache Technik. Er funktioniert nämlich mit Schwerkraft.

Das Gros der System arbeitet entweder mit Unterdruck oder über eine elektronische Steuerung. Bei der DR muss man, aufgrund der Tatsache, dass es keinen Unterdruck-Anschluss gibt, den Ansauzstutzen anbohren um dort Unterdruck abzunehmen. Oder man greift eben in die Bordelektrik ein, wenn man ein elektrisches System benutzt.

Beides Maßnahmen die ich nicht wirklich gut finde, da sie potentielle Schwachstellen schaffen. Wenn der Ansaugstutzen nicht richtig dicht wäre, würde beispielsweise das Gemisch extrem abmagern. Wozu das führt wisst ihr sicher alle.

Dazu kommt der Preis. Der Scottoiler kostet in der günstigsten Ausführung bei einem großen Hamburger Motorradausräuter 100€. Der McCoi schlägt mit dem doppelten Euronenbetrag zu buche.

Der Loobman kostet 25€ inkl. Versand aus England. Wenn man ein bisschen Glück mit dem Wechselkurs hat ist er sogar noch ein bisschen günstiger.

Zum Lieferumfang:

Zum Lieferumfang gehören das Reservoir, ein Klarsicht-Verbindungsschlauch, Anbauanleitung, Klebepads, ein Winkel, ein Befestigungsdraht, der Applikator und eine Menge Kabelbinder.

Das System arbeitet wie gesagt lediglich mit Schwerkraft. Sprich das Reservoir muss in einer gewissen Höhe angebracht werden, damit das Öl im Schlauch stehts nach unten läuft. Über eine Stange die in gedrücktem Zustand das Öl in den Schlauch fliessen lässt gelangt das Öl zum Applikator. Womit wir auch schon bei der Schwachstelle des Systems wären:

Der Applikator ist aus sehr dünnem Kunststoff, ähnlich dem Plastikding in einem Überraschungsei, gefertigt. Das Öl welches in den Applikator gelangt wird über 2 „Ausleger“, die aus den Enden zweier Kabelbinder bestehen, auf das Kettenblatt aufgetragen. Befestigt wird er mittels einem Stück besserem Blumendraht mit Gummi-Tülle. Im Strassenbetrieb völlig ausreichend, stiess das System auf diversen Wellblechpisten schnell an seine Grenzen.

In Island schlug mir dann ein kleiner Stein gegen den Applikator, der übrigends lediglich mit 2 Kabelbindern mit dem Schlauch verbunden ist, und zerfetzte diesen regelrecht. In meiner Wut schmiss ich das ganze System in die Botanik die nächste Sondermüllentsorgungsstelle.

Zurück in Deutschland machte ich mir einige Gedanken. Grundsätzlich bin ich von der Einfachheit des Systems immernoch begeistert. Bei einem Bekannten, der einen Scottoiler besitzt, sah den Scottoiler Dual Injcetor. Dieser ist wesentlich robuster gefertigt als der des Loobman.

Was man bei einem Neuteilepreis von 35€ wohl auch erwarten kann 😉

Warum also nicht den Loobman mit dem Scottoiler Injector verbinden? Ich bestelle mir also einen neuen Loobman und ersteigerte bei einem grossen Internetauktionshaus einen neuen Scottoiler Injector für ein Drittel des Neupreises.

Dual Injecotr

Der Dual Injector wird, anders als der Applikator vom Loobman, direkt mit der Schwinge verschraubt. Außerdem ist er um einiges robuster!

Als Befestigungspunkt dient hier der Verschraubungspunkt für den Kettenschutz. Der Abstand zum Rad ist absolut unbedenklich!

Das einzige Problem beim kombinieren der beiden System liegt im Schlauchdurchmesser. Ich habe nicht nachgemessen, aber der Loobman hat einen wesentlich größern Schlauchdurchmesser als der Scottoiler. Ich habe das Problem folgendermaßen gelöst:

Auf den Schlauch vom Scottoiler habe ich etwas Dirko aufgetragen, das ist eine benzin- und ölfeste dauerelastische Dichtmasse, und dann den Schlauch vom Loobman übergestülpt. Dabei muss man aufpassen, dass kein Dirko in den Scottoiler Schlauch gelangt, denn dies würde ihn verstopfen!

Das ganze habe ich mit Schrumpfschlauch mit innenliegendem Kleber verbunden. Das hält bombenfest!

Das Reservoir vom Loobman habe ich im Radlauf untergebracht. Ich habe mit doppelseitigem Klebeband ein Stück alten Schlauch an das Reservoir geklebt, um den Rahmen vor Kratzern zu schützen. Befestigt wurde das ganze dann mit 2 Kabelbindern.

Das Reservoir fasst grob geschätzt etwa 150ml. Wie lange dies hält kann ich jetzt noch nicht genau sagen. Da das Öl jedoch sehr genau auf das Kettenblatt aufgetragen wird ist der Verbrauch minimal.

Alles in allem habe ich jetzt (hoffentlich) einen super Kettenöler, der auch mal die ein oder andere Piste übersteht 🙂

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Neue alte Koffer

Ich bin im Moment dabei die Tengai ein wenig fit für weite Reisen zu machen 😉

Beim Reisen braucht man vorallem eins: Platz! Aus diesem Grund hatte ich bereits vor einigen Wochen über das KLR Forum einen Hepco & Becker Träger für die Tengai erstanden. Diese Woche fand ich bei einer Internetseite für Kleinanzeigen dieses Angebot:

Selbst gebaute Alu-Koffer mit Träger, wurde einst extra für KLR650 XT500 gebaut und haben viele Urlaubsreisen gt. Dienste geleistet, handwerklich geübte können das Trägersystem (Stahl) auch für jedes andere Motorrad passend abändern oder kostengünstig abändern lassen, Koffer sind abgeschrängt, so dass noch Sozia bequem mitfahren kann.

Also rief ich den Verkäufer an und erkundigte mich nach dem Zustand.

Nachdem ich dann gestern auf dem Kölschfest war, bin ich heute erst etwas später losgefahren. Um 1 war ich dann in Weinheim bei Ralf. Meine Frage ob die Koffer dicht seien konnte er Eindrucksvoll bejahen, indem er die Koffer mit Wasser auffüllte. Kein Tropfen kam heraus 😉 Der stählerne Kofferträger ist auch verdammt stabil 😉 Das einzige Manko ist, das die Schlüssel fehlen, aber es handelt sich um ganz einfache Schlösser aus dem Baumarkt.

Die Aufkleber werde ich abmachen ( bis auf den ALF-Aufkleber ). Ich finde es irgendwo falsch sich mit „falschen Federn“ zu schmücken.

Als ich gerade gehen wollte fragte Ralf ob ich noch Interesse an einem Enduro-Tankrucksack hätte. Ich schaute mir den Tankrucksack mal an.

Ein Modell von Hein Gericke, mit Seitentaschen, einer Aussparung für den Tankdeckel in der Grundplatte sowie einer schicken Farbgestaltung.

Als ich fragte was er dafür haben will, meinte er nur „Kannste haben“. Das nenn ich mal Nett!

Die Koffer sind superstabil ( ich hab einen mal missbraucht und ihn unter das Mopped gestellt. Ging einwandfrei ), der Kofferträger auch, und einen Tankrucksack habe ich nun auch ( Meiner passt nicht, weil der Tank zu steil ist)

Supererfolgreicher Tag heute 😉 Gleich geh ich mit ein paar Freunden Fußball gucken 😉

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