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Zufälle gibts…

Heute morgen postete jemand ein Video, welches ich gleich an Max schickte, da wir mal darüber gesprochen hatten, dass er gerne eine Dominator hätte:

Das Lied kam mir irgendwie bekannt vor…

… und grad ist mir eingefallen woher:

Wenn das mal kein guter Start in die neue Woche ist 😉

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Dreck, Wasser und Schweiß oder: „Auf zur Askja“

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen und machten uns abfahrbereit. Dann schauten wir uns diese Africa-Twin etwas genauer an:

Ich glaube Patrick hat sie besonders gut gefallen 😉 Kurz nachdem wir wieder da waren, hat er sich nämlich dieses Exemplar hier zugelegt 😉

Heute sollte es zur Askja, genauer gesagt zur Dreki-Hütte gehen. Los ging es bei perfektem Wetter, sprich Sonnenschein und kaum Wind, erstmal einige Kilometer über die Ringstraße. Dort sahen wir dann die 2 französischen Mädels, die wir am Abend zuvor Mit-Verköstigt hatten. Sie trampten. Da wir leider keinen Platz auf den Moppeds hatten winkten wir nur und bekamen ein nettes Lächeln zurück!

Ein paar Kilometer später zweigte die F905 von der Ringstrasse ab. Hier ging der Spaß los! Nach einigen Kilometern harmloser Schotterstrasse , kam eine „Tankstelle“, wo wir nocheinmal die Vorräte aufstocken. Benzin für die Moppeds, heissen Kakao und undefinierbare braune Klumpen, es war  glaube ich so eine Art Mutzen für uns.

Die Tankstelle war recht „einfach“ aufgebaut: 2 Gartenhäuschen, die  2 5000L Tanks beherbergten. Einer mit Benzin, einer mit Diesel. Wir staunten nicht schlecht 😀

Im weiteren Verlauf der F905 kamen wir zu einer Kreuzung, wo ein Rudel fotografierwütiger Asiaten ganz begierig darauf war uns abzulichten. Sehr skurrile Situation. Wir winkten dann freundlich und plötzlich liessen alle ihre Kameras fallen und winkten zurück.

Im weiteren Verlauf der Straße kam dann auch irgendwann die erste Furt. Markus und Marina waren etwas ängstlich, und so fuhr Patrick zuerst. Ich folgte ihm und dann kam Markus. Marina zog meine Wathose an und kam so trockenen Fußes ans andere Ufer.

Patrick ist schon drüben!

An den erste Furten sind wir immer abgestiegen und zu Fuß durchgegangen um die Tiefe und die beste Fahrspur abschätzen zu können. Die Durchfahrt an sich ist total spaßig: Erster Gang und Vollgas. Und dann die Spur halten. Dies kann jedoch bei starker Strömung ziemlich schwierig sein. Ich hatte bei jeder Durchfahrt einen Adrenalinschub, was das ganze noch spannender machte.

Markus bei der Durchfahrt

Marina ist da vorsichtiger 😉

Unschön wurde es nur, wenn ein Mopped in der Furt ausging. Im Wasser den Kickstarter zu treten ist nämlich schwerer als man denkt: Beim Aufprall auf das Wasser wird einem die ganze Wucht aus dem Tritt genommen. Dann hilft nur noch rausschieben.

Bei einer „normalen“ Durchfahrt blieben meine Füße dank der Stiefel, die so heissen wie ein bekannter Küstenort in den USA, in dem auch Indy-Rennen stattfinden, erstaunlich trocken. Beim durchwaten eines Flusses läuft das Wasser dann allerdings von oben in die Stiefel. Unschön.

Die „Strasse“, oder eher der „Weg“, war ein (Enduro-)Traum: Fester Sand, Schotter, weicher Sand, Schotter… Im Sand hatte ich mit der DR richtig Spaß: Die extrem grobstolligen Reifen, die ich bei der Anfahrt das ein oder andere Mal verflucht habe, konnten hier ihre Vorzüge ausspielen. Sie „bissen“ sich nur so in den Untergrund, dazu noch das trotz Gepäck geringe Gewicht, machten aus dem vorherigen Angstgegner fast eine Lachnummer 😉

Im Sand fühlen sich die Reifen richtig wohl!

Markus hatte hier mit der schweren BMW wesentlich mehr zu kämpfen, jedoch war der Sand sehr weich und federte die Stürtze gut ab 😉 Einmal hat es mich allerdings auch erwischt: Ich fuhr mit ~85 Km/H über Schotter, der dann innerhalb von 2m in Tiefsand überging. Ich sah Patrick vor mir ordentlich schlingern, was schon nichts gutes verhieß. Im nächsten Moment fing die DR dann ebenfalls an zu schlingern. Ich zog die Kupplung und lies mich ausrollen. Am Ende bin ich im Stand umgefallen. Zum Glück ist nichts passiert.

Fieses schwarzes Zeug!

Im weiteren Streckenverlauf kamen wir an ein Weidegatter. Diese Gatter findet man in Island recht oft, da viele Pisten durch Weideland führen. Ich öffnete das Gatter, und schloss es wieder, nachdem wir alle durchgefahren waren.

Patrick musste noch pinkeln. Markus und Marina wollten schonmal vorfahren, und da wimit DR und XT im Sand eh etwas schneller vorankamen, ließen wir sie fahren. Ich wollte gerade meine Kamera einpacken, als Patrick winkte. Er erklärte, dass er nicht mehr richtig schalten könne. Der Schalthebel hatte keinen Halt mehr auf der Schaltwelle. Wir glaubten an eine losvibrierte Schraube und zogen sie einfach wieder an.

Typischer Weidegattertext

Ausgetrölfft

Kurz bevor wir die rund 80km geschafft hatten, kam noch eine kleine Furt, die schon in Sichtweite der Hütte lag. Ab da war Schluss mit durchwaten. Wir waren alle durchnässt und ziemlich fertig. Also ab durch den Bach und schwupps, standen wir von der „Dreki“-Hütte.

Unsere Hütte in der Drachenschlucht

Nachdem wir bei der jungen Rangern die Übernachtung bezahlt hatten, bezogen wir unsere bescheidene Herberge. Diese ist eigentlich für 50 Personen ausgelegt. Wir waren jedoch nur zu viert 😉 Ergo hatten wir Platz ohne Ende. Die Rangerin hatte extra betont, das wir unsere Klamotten nicht am Ofen trocknen sollten und die Hütte nicht mit Schuhen betreten sollten. Als erstes feuerte ich natürlich den (Öl-)Ofen an. Danach räumten wir unsere Sachen in die Hütte und kochten heissen Tee. Dieser wurde dann noch mit auf der Fähre gekauftem Whiskey verfeinert. Derweil reparierte Herr Trölf seinen Schalthebel. Dabei stellte sich heraus, dass die Feinverzahnung auf der Welle hinüber war und man den Schalthebel auch nicht tauschen konnte, da auf der Welle ein Schweißpunkt war. Also wurde ein Reperaturversuch mit Kaltmetall unternommen.

(Vorerst) zufrieden und einfach gut drauf!

Danach „machten“ wir Abendessen. Kochen wäre auch übertrieben. Markus und Marina spendierten eine Runde Travel Lunch: Hähnchen mir Reis und ein vegetarisches Gemüsecurry. Sehr lecker!

Candle Light Dinner mitten im Nirgendwo

Irgendwie wurde es jedoch trotz Essen im Bauch und blubberndem Ofen nicht richtig warm in der Hütte. Dies führte dazu, dass ich mir den Ofen mal etwas genauer angesehen habe. Ich finde nämlich, das man bzw. wir bzw. ich ruhig erwarten kann, dass es zumindest ein bisschen warm in der Hütte wird. Also stellte ich den Ofen mal von Stufe 1 auf Stufe 6. Und siehe da, es wurde schön warm 😉

"Unser" Ofen

Danach fiel ich sehr schnell in einen sehr tiefen Schlaf 😉

Abendstimmung

Am nächsten Morgen, als wir gerade beim Frühstück saßen, platze die Rangerin rein und meinte, aus dem Schornstein käme dunkler Qualm. Mir war sofort klar: Ich hatte nur die Öl, aber nicht die Luftzufuhr erhöht, sprich das Gemisch war viel zu fett 😉

Die Rangerin stellte sofort den Ofen aus. Spiesserin.

Die Moppeds waren schnell bepackt und es ging auf die 8 Kilometer lange Strecke, die bis zum Parkplatz führte, von dem aus man zum eigentlichen Vîti-Krater führte.

La Familia auf dem Weg zur Víti-Caldera

Driving on the Moon

„In der nordischen Mythologie wird Askja hingegen gleichgesetzt mit Asgard, als Heimat der Asengötter und Hochsitz Odins.“ (Quelle: Wikipedia)

Am Parkplatz angekommen, stiegen wir ab und liefen (gezwungenermaßen) den restlichen Weg.

Das Wandern ist des ..., verdammt, wir hätten Mopped fahren sollen!

Und ob wir angekommen sind, erfährt ihr im nächsten Teil 😉

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